Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik (MEGT)

Wirkungsgradmessung von Schneckengetrieben

Die Verlustleistung eines Schneckengetriebes unter verschiedenen Randbedingungen kann am MEGT-30 kW-Verspannungsprüfstand ermittelt werden. Hierzu werden die Drehmomente am Antrieb und Abtrieb des Getriebes im Betrieb gemessen. Der Prüfstand wird hierzu wie folgt aufgebaut: Ein Motor treibt das Getriebe mit einer vorgegebenen Drehzahl über die Schneckenwelle an, während der zweite Motor generatorisch betrieben wird und das Getriebe über das Schneckenrad mit einem vorgegebenen Drehmoment belastet. Zwischen Prüfgetriebe und Generator kann ein Anpassungsgetriebe geschaltet werden, um das zu bremsende Drehmoment zu reduzieren.

Mit dem Prüfstand können Getriebe mit einem Achsabstand zwischen 40 und 125 mm untersucht werden.

Am Eingang des Prüfgetriebes werden das Drehmoment und die Drehzahl mit einem berührungslosen Drehzahl- und Drehmomentmesssystem erfasst. Am Ausgang des Prüfgetriebes wird das Drehmoment und die Drehzahl mit einer zweiten Drehmmomentmessnabe ermittelt.  Anhand dieser Größen werden die Verlustleistung und der Wirkungsgrad des Prüfgetriebes bestimmt.

Neben den Drehzahlen und Drehmomenten werden die Temperaturen an mehreren stehenden Bauteilen erfasst. Dies sind im Einzelnen: Umgebung, Ölsumpf, oberer und unterer Gehäuseteil sowie die Lageraußenringe der insgesamt vier Lager am An- und Abtrieb. Hinzu kommt noch die Massentemperatur des sich drehenden Schneckenrades, die mittels Telemetrie über einen Bluetooth-Sender und Empfänger übertragen wird.

 

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